Bergsträßer Anzeiger - 30.05.2014

[31.05.2014]
Maiway Bensheim - Bergsträßer Anzeiger
BENSHEIM. Eine Stadt tanzt auf dem roten Strich - mal wieder. Die zwölfte Auflage von Maiway am Mittwochabend hat den ohnehin exzellenten Ruf des Musikfestivals weiter zementiert. Mehrere Tausend Besucher verschlug es in alle Ecken und Winkel der Innenstadt und darüber hinaus, um ihren persönlichen Lauschangriff zu starten.

Wann hat man sonst die Möglichkeit, innerhalb von wenigen Stunden live feinen Jazz aufzusaugen, sich von druckvollen Gitarren- und Bläserkombis aus der Bewegungslethargie reißen zu lassen oder zu lateinamerikanischen Klängen vom nächsten Urlaub zu träumen? Nur ein paar Beispiele von vielen, die zeigen, wie die Stadt klingt, wenn Harry Hegenbarth und sein Team Bensheim in Bewegung bringen.
Es spricht für die Macher, dass sie zwar am erfolgreichen Grundkonzept nichts ändern, aber jedes Jahr an den Details feilen und Experimente wagen. Eines davon konnte im Parktheater bewundert werden, wo erstmals der große Saal zum Schauplatz wurde.
Dort ging die Darmstädter Band The Barbers eine Fusion mit der prämierten Bensheimer Tanzgruppe INvisible ein. Das Ergebnis waren zwei Shows, die vor Kreativität und künstlerischem Gestaltungswillen nur so strotzten.
Während auf einem meterhohen Podium die Musiker eigene und bekannte Songs interpretierten, präsentierten die Tänzerinnen auf der Bühne ihre Choreographie dazu, facettenreich, stimmig und absolut sehenswert. Eine Maiway-Premiere, die nach Wiederholung schreit.
Wenige Meter weiter entwickelte sich vor allem zu später Stunde das gute alte Bürgerhaus zum Szenetreff. Das lag in erster Linie an Groove Generation, die den hübsch ausgeleuchteten Saal fest im Griff hatten. Gleiches galt für The Sound Section, die es unter die Erde verschlagen hatte. In der Tiefgarage des Kaufhauses Ganz, eine der angesagten Festivalbühnen, lüfteten die elf Musiker die Garage musikalisch gewaltig aus. Dem begeisterten Publikum flogen dynamische Interpretationen einschlägig bekannter Hits um die Ohren, dass außer Abtanzen und Mitsingen kaum Alternativen geboten wurden.
Spaß am Gegensätzlichen
Wer Spaß am Gegensätzlichen hatte, konnte vom Keller binnen weniger Minuten aufs Dach fahren. Im Obergeschoss des Mercure-Hotels lockte nicht nur die Terrasse mit Blick auf den Sonnenuntergang. Wer mit dem Fahrstuhl in den sechsten Stock gerattert kam, erlebte eine seltene Kombination aus handgemachter Musik und Penthouse-Feeling.
Es ist eben auch die Lust am Entdecken, die Maiway ausmacht. Es sind die Konzerte an Orten, die im Alltag alles andere sind - nur eben keine Bühnen. Platz ist dann selbst in der kleinsten Location, für eine Gitarre und ein Mikro findet sich immer ein Fleckchen. Sänger und Songwriter wie Sebastian Göldenitz, Powerfrauen wie Uta Proschka, Urgesteine wie DNS und Mallet oder Hip AS, die im Neuzugang Jardin gleich einen denkwürdigen Abend ablieferten, machen den Charme des Festivals aus.
Es ist aber nicht nur die Musik, die Maiway einzigartig macht. Das Festival gibt der Innenstadt durch ausgeklügelte Illuminationen für einen Abend ein neues Gesicht. Das zeigte sich am Mittwoch nicht nur, aber vor allem am Marktplatz mit einem Lichterspiel am Brunnen, das ein Zaungast treffend kommentierte: "Sensationell schön." Die Stadtkirche Sankt Georg stand in nichts nach. Die Fassade diente als Projektionsfläche, die Türme strahlten farbig in die Nacht - eine Komposition, die sich mit den Klängen im Inneren hervorragend ergänzte. Im Gotteshaus spielte das Helmut-Lörscher-Trio im Rahmen des Bergsträßer Jazzfestivals (wir werden berichten).
Was bleibt von einem lauschigen und launigen Abend im Mai ist die Vorfreude auf nächstes Jahr. Und die Gewissheit, dass es in den nächsten zweieinhalb Wochen hier nicht langweiliger wird. Denn die Vorboten des Hessentags waren an besagten Ecken und Winkeln ebenfalls nicht zu übersehen. Für eine feierfeste Stadt wie Bensheim gibt es sicherlich schlechtere Nachrichten.
© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 30.05.2014
 

Wiesbadener Kurier - 13.8.2012

[31.05.2014]
Wiesbadener Kurier - 13.08.2012
 

Darmstädter Echo über Tag & Nacht

[22.01.2012]

Noch sieht es in den Räumen des brachen Industriegeländes an der Mornewegstraße wüst aus, Holzleisten fliegen nebst leeren Bionade- und Bierflaschen auf dem Boden rum, im Hintergrund schallt aus Boxen die Stimme von US-Rapper Kayne West. Aber schon Anfang Februar soll auf einer Fläche von gut 180 Quadratmetern ein modernes Tonstudio samt Proberäumen in Betrieb genommen werden.
Die Musiker der befreundeten Bands "Wortblind" und "Sound Section" - zusammen immerhin 15 Köpfe - hatten keine Lust mehr, provisorisch in einem betonierten Kellergewölbe unterzukommen. Oder, wie zuletzt in ihrer Bleibe am Donnersbergring, wegen Eigenbedarf vom Mieter gekündigt zu werden. "Bei solchen Voraussetzungen bleibt wenig Zeit für kreative Arbeit", sagt "Wortblind"-Sänger Stephan Zimmermann. Die Studenten recherchierten und wurden im Bahnhofsviertel fündig. Rund 15.000 Euro haben alle gemeinsam in den Ausbau der angemieteten Immobilie investiert - eine Summe, die signalisiert, dass die Ambitionen höher gesteckt sind: "Von einem Hobby zu sprechen, trifft es immer weniger, was wir hier machen. Wir haben uns entschieden, das Wagnis einzugehen und Geld in die Hand zu nehmen. Da es von vielen Schultern getragen wird, hält sich das Risiko für den Einzelnen in Grenzen", erklärt Schlagzeuger Patrick Zehner.

Kennen tun sich die ehemaligen Schüler des Justus-Liebig-Gymnasiums schon seit Kindertagen, 2007 gründeten sie "Wortblind": "Deutschsprachiger Rap mit einer kräftigen Portion Rock", erklärt Zimmermann kurz und bündig den Stil ihrer Musik. "Sound Section" sei mit seinem Bläserchor als Big Band angelegt, fügt der Vierundzwanzigjährige hinzu.
Seit gut vier Wochen sind die Jungs in wechselnder Besetzung mit den Bauarbeiten beschäftigt, Wände wurden gezogen und mit Füllmaterial akustisch gut abgedichtet, Styroporplatten auf dem Boden verlegt. Eine handwerkliche Ausbildung hat keiner von ihnen. Sie nehmen die Sache selbst in die Hand und greifen nur auf Hilfe zurück, wenn es nötig ist. "Es ist toll zu sehen, wie es weitergeht. Aber nach vier Wochen harter Bauarbeit tut auch mal der Rücken weh", sagt der "Wortblind"-Schlagzeuger mit einem Lachen.
Den an der Fläche gemessen größten Raum werden sich die beiden Bands für Proben teilen, das einen Raum weiter geplante Tonstudio mache auch kurzfristige Mitschnitte möglich.
Die verbliebenen zwei Räume werden an interessierte Musiker in der Region vermietet. "Proberäume in Darmstadt sind rar. Häufig ist eine Nutzung nur stundenweise möglich, das heißt, Du musst deinen ganzen Kram permanent hin- und hertragen", sagt Zimmermann aus eigener Erfahrung. Bei ihnen sei ein Betrieb sieben Tage die Woche rund um die Uhr möglich, denn das Gelände sei so weit abgelegen, das es niemanden störe. "Die Bands können ihr Equipment dauerhaft in den Räumen lagern und sich untereinander über einen Online-Kalender selbst verwalten, wann sie üben möchten."
Die Mieter werden an den Haltungskosten der Räume beteiligt, nach erster Kalkulation geht Zehner von rund 200 Euro im Monat aus. Mit eigenem Tonstudio ausgestattet, bekommt das von "Wortblind" ins Leben gerufene Musiklabel Dyslexie-Records neue Impulse: "Wir lernen weitere Bands kennen und vernetzen uns mit ihnen", schwärmt Zimmermann, der an der Hochschule Darmstadt zurzeit seinen Master in Media Direction anstrebt. Gerade bei jüngeren und unerfahreneren Bands könne er sich vorstellen, für sie das Booking, die Produktion und den Vertrieb von Tonaufnahmen quasi als Service zu übernehmen - und so auch irgendwann von der Arbeit im Studio zu leben.

Quelle: Darmstädter Echo
 

Darmstädter Echo - 14.06.2011

[14.06.2011]
Darmstädter Echo - 14.06.2011
 

Weiterstädter Wochenkurier 01.04.2010

[16.04.2010]
 

Darmstädter Echo - Bergstraße 29.03.2010

[16.04.2010]
 

Weiterstädter Wochenkurier und Darmstädter Echo über das Finale von Hessen Rockt

[16.04.2010]

Weiterstädter Wochenkurier 15.04.2010
Darmstädter Echo 13.04.2010
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Bericht aus der Frankfurter Rundschau am 29.03.2010

[13.04.2010]
 

Darmstädter Echo 13.01.2010

[15.02.2010]
Darmstädter Echo 13.01.2010
 

Lokale Zeitung 01.2010

[15.02.2010]
Bericht aus der Lokalen Zeitung 01.2010
 
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